Blitzschutz Überspannungsschutz

Blitzschutz & Überspannungsschutz für sicherheitstechnische Anlagen – Grundlagen, Planung & Praxis

Schutzkonzepte planen und Installationsfehler vermeiden

Überblick

Brandmeldeanlagen, Einbruchmeldeanlagen und weitere sicherheitstechnische Systeme müssen auch bei elektrischen Störungen zuverlässig arbeiten. Überspannungen können über die Energieversorgung, Datenverbindungen oder gebäudeübergreifende Leitungen in eine Anlage gelangen. Für ein durchgängiges Schutzkonzept sind deshalb das Gebäude, die Leitungsführung und die angeschlossenen Komponenten gemeinsam zu betrachten.

Sicherheitstechnik lebt von Verfügbarkeit. Moderne Gefahrenmeldeanlagen sind stark vernetzt und elektronikreich: hoher Elektronikanteil, geringe Spannungsfestigkeit, hochfrequente Bussysteme und ständige Fernüberwachung. Ein erheblicher Teil der blitzbedingten Schäden entsteht nicht durch den direkten Einschlag, sondern durch die daraus entstehenden Überspannungen, und das auch in einigem Abstand zum Einschlagort.

Diese Schulung zu Blitzschutz und Überspannungsschutz verbindet die elektrotechnischen Grundlagen mit den Aufgaben von Fachplanern, Errichtern und Betreibern der Sicherheitstechnik. Sie lernen, wie äußerer Blitzschutz, Erdung, Potentialausgleich und koordinierte Überspannungs-Schutzgeräte zusammenwirken. An Beispielen aus der Anlagenpraxis ordnen Sie Schutzmaßnahmen ein und erkennen, welche Schnittstellen frühzeitig abgestimmt werden sollten.

Fachlich tragend ist die Normenreihe DIN EN 62305 (VDE 0185-305). Wesentlich ist die Abgrenzung von Teil 3, der den Schutz baulicher Anlagen und damit den Personen- und Brandschutz regelt, zu Teil 4, der den Schutz elektrischer und elektronischer Systeme gegen den elektromagnetischen Blitzimpuls beschreibt. Eingebettet wird dies in den Anlagenrahmen von DIN VDE 0833, DIN 14675 und den VdS-Richtlinien.

Im Mittelpunkt stehen die Punkte, an denen Projekte in der Praxis am häufigsten scheitern: der eingehaltene Trennungsabstand, ein sauberes Blitzschutzzonen-Konzept, die koordinierte Auswahl der Schutzgeräte sowie der fachgerechte Schirm- und Potentialausgleich. Alle Inhalte sind für Planer, Errichter und Betreiber gleichermaßen verständlich aufbereitet und an kein Fabrikat gebunden.

Symbol für Blitzschutz und Überspannungsschutz

Blitzschutz & Überspannungsschutz

  • Blitzschutz    Überspannungsschutz    LEMP
  • Blitzschutzzonen-Konzept    Gefahrenmeldeanlagen    LPZ 0 bis 2
  • Trennungsabstand    Blitzschutzklassen I–IV    Blitzkugel
  • Schutzgeräte Typ 1/2/3    Potentialausgleich    Koordinierter Schutz
  • DIN EN 62305    DIN VDE 0833    DIN 14675    VdS 2833
  • Erdung & Schirmung    Fangeinrichtung    Ableitung    Haupterdungsschiene
  • Fundamenterder    EMV    Blitzstoßstrom 10/350 µs    DIN 18014
  • Brandmeldezentrale    Sprachalarmierung    Feuerwehrperipherie    Sicherheitsbeleuchtung
  • Einbruchmeldeanlagen    Gebäudefunk    Videosicherheitstechnik    Schirmanschluss

Nutzen

Sie gewinnen eine strukturierte Grundlage, um Blitz- und Überspannungsschutz in Ihren Projekten zu berücksichtigen und Fachfragen mit den beteiligten Gewerken gezielt zu klären. Im Mittelpunkt stehen nachvollziehbare Entscheidungen für das jeweilige Schutzobjekt.

  • Gefährdungen für zentrale Komponenten, Außenperipherie und Leitungsverbindungen systematisch erfassen.
  • Schutzmaßnahmen aus dem Zusammenspiel von Blitzschutzzonen, Potentialausgleich und Leitungsführung ableiten.
  • Den Trennungsabstand überschlägig ermitteln und Näherungen an Leitungen vermeiden.
  • Die Auswahl und Anordnung von Schutzgeräten für Energie- und Informationstechnik besser beurteilen.
  • Gefahrenmeldeanlagen blitzstromtragfähig anbinden und Schirme fachgerecht auflegen.
  • Häufige Planungs- und Montagefehler erkennen und bei der Projektabstimmung ansprechen.
  • Prüfungen, Übergabeunterlagen und die spätere Instandhaltung bereits in der Planung mitdenken.

Die Schulung ordnet den aktuellen Normstand ein und zeigt, welche Maßnahmen sich im Anlagenalltag bewährt haben. Sie können Angebote, Ausschreibungen und Abnahmeunterlagen fachlich bewerten und gegenüber Auftraggebern begründen, warum eine Maßnahme erforderlich ist.

Die Teilnahme erfolgt als Live-Webinar ohne Reiseaufwand. Beispiele aus der Praxis, Fotobeispiele typischer Montagefehler und ausreichend Zeit für Fragen sorgen für den Übertrag in die tägliche Arbeit.

Die herstellerneutrale Schulung „Blitzschutz & Überspannungsschutz für sicherheitstechnische Anlagen“ vermittelt Planern, Errichtern und Betreibern an einem Tag, wie sich Brandmelde-, Einbruchmelde-, Sprachalarm-, Video- und weitere sicherheitstechnische Anlagen normgerecht gegen Blitz und Überspannung schützen lassen – von der Gefährdungsbetrachtung über das Blitzschutzzonen-Konzept, den Trennungsabstand und die koordinierte Auswahl von Überspannungs-Schutzgeräten der Typen 1 bis 3 bis zum blitzstromtragfähigen Anschluss von Gefahrenmeldeanlagen. Maßgeblich sind DIN EN 62305 (VDE 0185-305), DIN VDE 0833, DIN 14675 sowie die einschlägigen VdS-Richtlinien, unter anderem VdS 2833.

Zielgruppe

Das Webinar richtet sich an Fachplaner, Facherrichter und Systemintegratoren, die Brandmelde-, Einbruchmelde-, Sprachalarm- oder andere sicherheitstechnische Anlagen planen, errichten oder betreuen. Angesprochen sind außerdem Betreiber, Facility Management, Sicherheitsverantwortliche sowie Elektro- und Blitzschutzfachkräfte.

  • Fachplaner und Ingenieurbüros der Sicherheits- und Elektrotechnik sowie der technischen Gebäudeausrüstung, die ein Schutzkonzept normfest erstellen wollen.
  • Facherrichter und Systemintegratoren, die Anlagen anbinden, Schirme auflegen und Montagefehler sicher vermeiden wollen.
  • Betreiber, Sicherheitsverantwortliche und Facility Management, die Verfügbarkeit, Prüfungen und Nachweise im Griff behalten wollen.
  • Blitzschutz- und Elektrofachkräfte, die ihre Arbeit an der Schnittstelle zur Sicherheitstechnik einordnen wollen.
  • Quereinsteiger in das Gewerk, die einen geordneten Einstieg in die Schutzprinzipien suchen.

Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Grundkenntnisse der Elektrotechnik und Erfahrungen mit sicherheitstechnischen Anlagen erleichtern den Praxistransfer. Auch Teilnehmende, die Aufgaben an der Schnittstelle zwischen Elektroinstallation und Sicherheitstechnik übernehmen, erhalten einen geordneten Einstieg in die wesentlichen Schutzprinzipien.

Inhalte

Grundlagen, Gefährdungen und Normen

Zum Einstieg betrachten Sie die Entstehung von Überspannungen und deren Wirkung auf elektronische Sicherheitssysteme.

  • Direkte und indirekte Blitzeinwirkungen sowie galvanische, induktive und kapazitive Einkopplung.
  • Schutzziele und Zusammenhänge der Reihe DIN EN 62305 / VDE 0185-305.
  • Bezüge zu DIN VDE 0833, DIN 14675, DIN VDE 0100 und VdS 2833.

 

Äußerer Blitzschutz, Erdung und Potentialausgleich

Sie ordnen die Schutzmaßnahmen am Gebäude ein und betrachten ihre Schnittstellen zur Anlagentechnik.

  • Grundprinzipien von Fangeinrichtungen, Ableitungen und Erdungsanlagen.
  • Trennungsabstand und typische Näherungsprobleme an Leitungen und Anlagenteilen.
  • Haupterdungsschiene, Blitzschutz-Potentialausgleich und Begrenzung von Potentialdifferenzen.

 

Blitzschutzzonen, Schirmung und Leitungsführung

Ein Zonenmodell macht sichtbar, an welchen Übergängen Schutzmaßnahmen erforderlich werden.

  • Blitzschutzzonen von außen nach innen und Schutz an den Zonengrenzen.
  • Einfluss von Leitungsschleifen, Schirmung und gemeinsam geführten Kabeln.
  • EMV-gerechte Leitungsführung und Abstimmung zwischen den beteiligten Gewerken.

 

Überspannungs-Schutzgeräte auswählen und koordinieren

Sie lernen die wesentlichen Auswahlmerkmale kennen und betrachten deren Bedeutung für das Gesamtsystem.

  • SPD-Typen 1, 2 und 3 sowie Geräte für signal- und datenführende Leitungen.
  • Schutzpegel, Einbauort, Anschlussbedingungen und Energiekoordination.
  • Unterschiede zwischen Schutz der Stromversorgung und Schutz empfindlicher Schnittstellen.

 

Anwendung an sicherheitstechnischen Anlagen

Die Schutzprinzipien werden auf typische Leitungswege und Komponenten der Sicherheitstechnik übertragen.

  • Brand- und Einbruchmeldezentralen, Meldeleitungen, Ringe und Stichleitungen.
  • Feuerwehrperipherie, Außenkomponenten und Anschlüsse zwischen Gebäuden.
  • Schnittstellen zu Sprachalarmierung, Video und weiteren sicherheitstechnischen Gewerken.

 

Planung und Praxisbeispiele

Anhand von Beispielen prüfen Sie, ob einzelne Maßnahmen zu einem schlüssigen Schutzkonzept zusammenpassen.

  • Schutzkonzept mit Zonen, Leitungswegen und vorgesehenen Schutzgeräten strukturieren.
  • Montage- und Planungsfehler an typischen Anlagenkonstellationen besprechen.
  • Prüf- und Dokumentationspunkte für Übergabe und Betrieb zusammenstellen.

 

Feuerwehrperipherie und Sprachalarmierung

Komponenten im Außenbereich sind besonders gefährdet und verlangen eine eigene Betrachtung.

  • Feuerwehr-Schlüsseldepot, Freischaltelement und Bedienfeld samt Anschaltung.
  • Abstandsbetrachtung nach VdS 2833 und ihre Grenzen in der Praxis.
  • Anbindung der Sprachalarmierungszentrale mit Lautsprecherlinien und Schnittstellen.

 

Weitere sicherheitstechnische Gewerke

Ein Zonenkonzept gilt für das gesamte Gebäude, deshalb betrachten Sie auch die angrenzenden Gewerke.

  • Sicherheitsbeleuchtung mit zentraler Stromversorgung und kurzen Umschaltzeiten.
  • Gebäudefunkanlagen für Einsatzkräfte mit ihren Antennen- und Leitungswegen.
  • Videosicherheitstechnik sowie Rauch- und Wärmeabzugsanlagen.
  • Gemeinsame Schutzprinzipien und Besonderheiten an den Schnittstellen.

 

Geführte Übungen und Arbeitshilfen

Sie wenden das Gelernte unmittelbar an und nehmen alle Vorlagen mit.

  • Trennungsabstand an einem Beispielobjekt überschlägig berechnen.
  • Ein Schutzkonzept mit Zonen und koordinierter Schutzgeräteauswahl aufstellen.
  • Montage- und Planungsfehler an Fotobeispielen erkennen und bewerten.
  • Prüf- und Dokumentationsanforderungen für die Übergabe zusammenstellen.

 

Lernziele der Schulung

Nach der Schulung können Sie:

  • das Gefährdungsbild aus Blitz und Überspannung sachgerecht einordnen;
  • den passenden Normrahmen anwenden und Teil 3 von Teil 4 unterscheiden;
  • den Trennungsabstand ermitteln und Näherungen vermeiden;
  • ein Blitzschutzzonen-Konzept aufstellen und begründen;
  • Überspannungs-Schutzgeräte koordiniert auswählen und anordnen;
  • Gefahrenmeldeanlagen blitzstromtragfähig anbinden;
  • Schirm, Erdung und Potentialausgleich fachgerecht ausführen lassen;
  • Prüfung, Dokumentation und Instandhaltung vorbereiten.

Ablauf

Die Schulung findet als eintägiges Live-Webinar von 09:00 bis 17:00 Uhr statt und umfasst 8,5 Unterrichtseinheiten. Fachliche Erläuterungen wechseln sich mit Beispielen aus Planung und Installation ab. Fragen können im Verlauf des Seminartags aufgegriffen und anhand der besprochenen Schutzprinzipien eingeordnet werden.

Am Vormittag stehen Grundlagen und Schutzkonzepte im Mittelpunkt. Anschließend folgt die Anwendung auf Gefahrenmeldeanlagen und weitere sicherheitstechnische Systeme. Pausen sind im Tagesablauf vorgesehen.

  • Dauer: ein Tag von 09:00 bis etwa 17:00 Uhr einschließlich Pausen.
  • Ort: Online als Live-Webinar. Benötigt werden ein Rechner mit Internetzugang, Ton sowie eine funktionsfähige Kamera und ein Mikrofon.
  • Methodik: Wechsel aus Fachvortrag, Vorführungen über Bildschirmübertragung, Fotobeispielen aus der Anlagenpraxis und gemeinsamer Auflösung.
  • Unterlagen: ausführliches Skript im PDF-Format sowie Checklisten und Vorlagen zum Mitnehmen.
  • Abschluss: UDS-Teilnahmebescheinigung mit Angaben zu Thema, Umfang und Inhalten.
  • Inhouse: ab etwa zehn Teilnehmenden als geschlossene Veranstaltung, inhaltlich auf Ihre Anlagen und Zielgruppen abgestimmt.

Die Zugangsdaten und das Skript erhalten Sie rechtzeitig vor dem Termin. Ersatzteilnehmer sind jederzeit kostenfrei möglich.

Schulungstermine Blitzschutz & Überspannungsschutz

Termin: 05.05.2027

Kursort: Webinar

Freie Plätze:

Kosten: 395 € zzgl. MwSt.

Anmeldung

Termine: Die Schulung findet mehrmals jährlich statt. Die nächsten Termine finden Sie unter „Termin buchen“. Dort können Sie alle geplanten Daten einsehen.

Rabatte: Wenn mehrere Mitarbeiter aus derselben Firma am selben Termin teilnehmen, gewähren wir attraktive Mengenrabatte:

  • 10 % Rabatt ab 2 Teilnehmern
  • 20 % Rabatt ab 3 Teilnehmern
  • 30 % Rabatt ab 5 Teilnehmern

 

Die Rabattstaffel wird im Online-Anmeldeformular automatisch berücksichtigt, sofern die Rechnungsadresse identisch ist.

Anmeldung: Sie können sich direkt online anmelden – klicken Sie einfach auf den „Jetzt buchen“-Button des gewünschten Termins und füllen Sie das Anmeldeformular aus. Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie umgehend eine Registrierungsbestätigung mit den übermittelten Daten. Falls Sie dort Fehler feststellen, können Sie uns diese per E-Mail direkt mitteilen, bevor wir die offizielle Buchungsbestätigung an die anmeldende Person verschicken.

Schulungsgebühr: 395 € je Person zzgl. USt., inklusive Skript im PDF-Format und Teilnahmebescheinigung. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 20 Personen begrenzt; die Mindestteilnehmerzahl beträgt 4 Personen.

Zahlung auf Rechnung ist üblich; die Rechnung erhalten Sie vor Seminarbeginn. Im Anmeldeprozess können Sie die Zahlung auch bequem über ein SEPA-Mandat vornehmen lassen. Bei Fragen zur Buchung helfen wir Ihnen gerne persönlich weiter. Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung die richtige E-Mail-Adresse für den Rechnungsversand an. Dafür steht ein eigenes Feld zur Verfügung.

Diese Schulung kann auch inhouse exklusiv für Ihr Unternehmen durchgeführt werden (bereits ab ca. 10 Teilnehmern lohnend). Nutzen Sie für Inhouse-Anfragen bitte unser Angebotsformular oder kontaktieren Sie uns direkt.

Schulungsnachweis für Blitzschutz & Überspannungsschutz

Nach der Teilnahme erhalten Sie eine UDS-Teilnahmebescheinigung. Sie dokumentiert den Besuch der Schulung und die behandelten Themen. Das PDF-Skript unterstützt Sie dabei, die Inhalte im beruflichen Alltag nachzuschlagen.

Fragen zur Schulung Blitzschutz & Überspannungsschutz

Welche Anlagen werden in der Schulung betrachtet?

Im Mittelpunkt stehen Gefahrenmeldeanlagen, insbesondere Brand- und Einbruchmeldeanlagen. Ergänzend werden Schnittstellen zur Feuerwehrperipherie, Sprachalarmierung, Video und weiteren sicherheitstechnischen Gewerken betrachtet.

Welche Normen spielen eine Rolle?

Die Grundlage bilden die Blitzschutzreihe DIN EN 62305 / VDE 0185-305 und ihre Schnittstellen zu den Regelwerken der Sicherheitstechnik. Dazu gehören unter anderem DIN VDE 0833, DIN 14675 und einschlägige Installationsregeln.

Ist das Seminar eine Produktschulung?

Die Inhalte konzentrieren sich auf Schutzprinzipien, normative Zusammenhänge und Planungspraxis. Sie erhalten eine fachliche Grundlage für die Beurteilung unterschiedlicher Anlagenkonzepte.

Brauche ich bereits Kenntnisse im Blitzschutz?

Die wesentlichen Grundlagen werden eingeführt. Elektrotechnische Grundkenntnisse und Erfahrung mit sicherheitstechnischen Anlagen sind hilfreich, um Auswahlfragen und Schnittstellen einzuordnen.

Erhalte ich eine Zertifizierung als Blitzschutzfachkraft?

Der Abschluss ist eine UDS-Teilnahmebescheinigung für diese Schulung. Eine gesonderte Fachkraftprüfung oder Personenzertifizierung ist damit nicht verbunden.

Wie lange dauert das Online-Seminar?

Das Live-Webinar dauert einen Tag, von 09:00 bis 17:00 Uhr einschließlich Pausen. Das PDF-Skript ist im Teilnahmepreis enthalten.

Ist die Schulung herstellerneutral?

Ja. Normen, Technik, Planungsmethodik und Schutzkonzepte werden unabhängig vom Fabrikat vermittelt. Produktbeispiele dienen ausschließlich der neutralen Einordnung; es wird kein bestimmter Hersteller empfohlen. Die Schulung ersetzt keine produktbezogene Herstellerschulung, erleichtert aber das Verständnis jeder Herstellerlösung.

Für wen eignet sich die Schulung?

Für Fachplaner, Facherrichter und Systemintegratoren, Betreiber und Sicherheitsverantwortliche, Facility Management, Blitzschutz- und Elektrofachkräfte sowie Quereinsteiger. Technische Grundkenntnisse sind hilfreich, aber keine Bedingung.

Was ist der Trennungsabstand und warum ist er so wichtig?

Der Trennungsabstand ist der Mindestabstand, den blitzstromführende Teile der äußeren Blitzschutzanlage zu metallenen Installationen und Leitungen einhalten müssen, damit kein gefährlicher Überschlag entsteht. Wird er unterschritten, etwa durch parallel geführte Leitungen, drohen Blitzüberschläge in die Anlage. In der Schulung zeigen wir die Einflussgrößen und die überschlägige Ermittlung.

Was bedeutet das Blitzschutzzonen-Konzept?

Das Blitzschutzzonen-Konzept nach DIN EN 62305-4 teilt ein Gebäude in Zonen mit abgestufter Gefährdung ein, von den äußeren Zonen bis zu den inneren Zonen. An jeder Zonengrenze werden Stoßströme durch Stromaufteilung, Schirmung und koordinierte Schutzgeräte begrenzt, sodass empfindliche Systeme geschützt betrieben werden können.

Welche Typen von Überspannungs-Schutzgeräten gibt es und warum müssen sie koordiniert sein?

Unterschieden werden Blitzstrom-Ableiter vom Typ 1, die mit der Wellenform 10/350 µs geprüft werden, sowie Überspannungs-Ableiter vom Typ 2 und Typ 3 mit der Prüfwellenform 8/20 µs. Erst das koordinierte Zusammenwirken über die Zonengrenzen hinweg ergibt einen wirksamen Gesamtschutz; eine unabgestimmte Kombination mehrerer Stufen ist in der Regel nicht sichergestellt. Wir behandeln Auswahl, Einbauort und Energiekoordination.

Erhalte ich vollständige Normtexte?

Aus urheberrechtlichen Gründen nicht. Wir stellen Zusammenfassungen, Auszüge, Tabellen und die relevanten Normstellen im Skript bereit und nennen die Bezugsquellen. Nach der Schulung wissen Sie, welche Normstellen für Ihre Projekte maßgeblich sind.

Was kostet die Schulung und gibt es Mengenrabatte?

Die Teilnahmegebühr beträgt 395 Euro zuzüglich Umsatzsteuer je Person und schließt das Live-Webinar sowie die digitalen Schulungsunterlagen ein. Bei mehreren Teilnehmenden aus demselben Unternehmen gewähren wir 10 Prozent Rabatt ab zwei Personen, 20 Prozent ab drei Personen und 30 Prozent ab fünf Personen.

Bieten Sie die Schulung auch als Inhouse-Schulung an?

Ja. Ab etwa zehn Teilnehmenden führen wir die Schulung als geschlossene Veranstaltung für Ihr Unternehmen durch, inhaltlich abgestimmt auf Ihre Anlagen, Ihre Normenlage und Ihre Zielgruppen. Auf Wunsch auch in Präsenz.

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