Verantwortliche Person SAA nach DIN 14675 werden
22.09.2026
Im Ernstfall müssen Durchsagen nicht nur hörbar, sondern eindeutig verständlich sein. Sprachalarmanlagen unterstützen dabei, Menschen gezielt zu informieren und eine geordnete Räumung einzuleiten.
Wie zuverlässig das gelingt, hängt vom Zusammenspiel aus Raumakustik, Lautsprechertechnik, Anlagenplanung und Alarmierungsorganisation ab. Lange Nachhallzeiten, hohe Umgebungsgeräusche oder eine ungünstige Lautsprecheranordnung können die Verständlichkeit beeinträchtigen und müssen bereits in der Planung berücksichtigt werden. Fachplaner und Errichter benötigen deshalb sowohl technisches Grundlagenwissen als auch die Kompetenz, normative Anforderungen in konkrete Lösungen zu übertragen.
Der UDS-Lernpfad führt schrittweise an diese Aufgaben heran: Drei aufeinander abgestimmte Schulungen verbinden die Grundlagen der Akustik und Elektroakustik mit praxisnaher Planung und Projektierung sowie der gezielten Vorbereitung auf die Prüfung zur Verantwortlichen Person für Sprachalarmanlagen nach DIN 14675. Wer bereits Verantwortliche Person für Sparachalarmanlagen ist, hält sein Wissen mit der Auffrischungsschulung SAA aktuell.
Grundlagen Akustik & Elektroakustik
Den Einstieg bildet die Schulung „SAA: Grundlagen, Sachkunde Akustik und Elektroakustik“, die als eintägiges Live-Online-Webinar stattfindet.
Sie vermittelt die physikalischen und technischen Zusammenhänge, die für eine wirksame Sprachalarmierung entscheidend sind. Im Mittelpunkt stehen Raumakustik, Schalldruckpegel, Nachhallzeit und Sprachverständlichkeit sowie das Zusammenspiel der Anlagenkomponenten. Praxisbeispiele verdeutlichen, wie räumliche Bedingungen die Beschallung beeinflussen und worauf es bei der Lautsprecherauswahl ankommt.
Am Ende des Schulungstages absolvieren die Teilnehmer einen Online-Wissenstest. Bei Bestehen erhalten sie ein UDS-Zertifikat als Sachkundenachweis, ansonsten eine Teilnahmebescheinigung.
Konzept, Planung & Projektierung von Sprachalarmanlagen
Im nächsten Schritt überträgt die Schulung „SAA: Konzept, Planung & Projektierung“ das Grundlagenwissen auf konkrete Projekte.
Das eintägige Live-Online-Webinar behandelt die Entwicklung objektspezifischer Alarmierungskonzepte, die Festlegung der Alarmierungsbereiche, die Auslegung der Beschallung sowie Stromversorgung, Ausfallsicherheit und Schnittstellen zur Brandmeldeanlage. Grundkenntnisse in Elektrotechnik und Brandschutz sind hilfreich; Einsteigern empfehlen wir vorab die Schulung zu Akustik und Elektroakustik.
Eine Abschlussprüfung ist nicht vorgesehen. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung als Weiterbildungsnachweis.
Verantwortliche Person SAA nach DIN 14675
Den Abschluss des Lernwegs bildet die Schulung „SAA: Verantwortliche Person nach DIN 14675“.
Das Training findet als zweitägiges Live-Online-Webinar statt und bereitet gezielt auf die Personenzertifizierung vor. Prüfungsrelevante Inhalte werden vertieft und durch den Prüfungsfragenkatalog ergänzt. Für die Schulung wird eine Teilnahmebescheinigung ausgestellt. Die anschließende TÜV-Prüfung findet an einem separaten Prüfungstag vor Ort statt. Nach bestandener Prüfung wird das Zertifikat als Verantwortliche Person SAA erteilt.
Für die Prüfungszulassung sind praktische Erfahrungen mit Sprachalarmanlagen und eine entsprechende berufliche Qualifikation erforderlich, etwa ein Meister-, Techniker- oder Hochschulabschluss im einschlägigen Bereich. Alternativ kommen eine elektrotechnische Berufsausbildung mit mindestens fünf Jahren Berufserfahrung oder bei einem artfremden Beruf zehn Jahre nachgewiesene einschlägige Berufspraxis infrage.
SAA: Neues zur Sprachalarmierung - Auffrischung nach DIN 14675
Auch nach der Qualifizierung zur Verantwortlichen Person bleibt die regelmäßige Aktualisierung des Fachwissens wichtig. Die Schulung „SAA: Neues zur Sprachalarmierung – Auffrischung nach DIN 14675“ greift neue normative Anforderungen und technische Entwicklungen auf und ordnet sie für die Praxis ein.
Das eintägige Live-Online-Webinar behandelt unter anderem die Abgrenzung von Sprachalarmanlagen und elektroakustischen Notfallwarnsystemen, Amok-Alarmierung, Feuerwehr-Einsprechstellen sowie die Bewertung der Sprachverständlichkeit mittels STI/STIPA. Praxisbeispiele und der Erfahrungsaustausch bieten Raum für eigene Fragen zu Planung, Betrieb und Instandhaltung.
Die Schulung richtet sich an Verantwortliche Personen, Fachplaner und Errichter mit vorhandenen Kenntnissen in der Brandmelde- und Alarmierungstechnik; eine bestehende Personenzertifizierung oder vergleichbare Praxiserfahrung ist empfehlenswert. Eine Abschlussprüfung findet nicht statt. Die Teilnehmer erhalten eine Teilnahmebescheinigung als Weiterbildungsnachweis zur SAA-Auffrischung nach DIN 14675.