Neue DIN-Vorlage für BMAK und SAK: Konzepte nach DIN 14675
05.10.2026
Ein belastbares Konzept entsteht vor der ersten Planungszeichnung: Es legt fest, was eine Brandmelde- oder Sprachalarmanlage leisten muss, welche Schutzziele gelten und wer dafür verantwortlich ist.
Das Brandmelde- und Alarmierungskonzept (BMAK) sowie das Sprachalarmkonzept (SAK) sind wesentliche Grundlagen für die fachgerechte Planung von Brandmelde- und Sprachalarmanlagen. Der DIN-Normenausschuss Feuerwehrwesen (FNFW) hat die entsprechenden Vorlagen für die Erstellung dieser Konzepte überarbeitet. Deutlich erweitert und umfassender strukturiert wurde dabei vor allem das Konzept für Sprachalarmanlagen. Die Vorlage steht im Informationsportal des FNFW als Word-Dokument kostenfrei zum Download bereit.
Was sich mit der überarbeiteten Vorlage ändert
Für Fachplaner, Facherrichter und Verantwortliche Personen nach DIN 14675 ergeben sich daraus zusätzliche und präzisere Inhalte für Planung und Dokumentation. Besonders relevant sind:
- ein erheblich erweiterter und feiner gegliederter Abschnitt für das Sprachalarmkonzept (SAK),
- eine klarere Erfassung der projektspezifischen Anforderungen an die Alarmierung,
- eine eindeutigere Zuordnung der Verantwortlichkeiten zwischen Brandschutz, Brandmeldeanlage und Sprachalarmanlage,
- eine strukturierte Darstellung der Schnittstellen zu weiteren sicherheitstechnischen Einrichtungen sowie
- eine durchgängige Grundlage für Planung, Errichtung, Abnahme und Betrieb.
Die Vorlage ersetzt dabei keine fachliche Bewertung. Entscheidend bleibt, die projektspezifischen Anforderungen richtig einzuordnen und daraus normkonforme, praxisgerechte Lösungen zu entwickeln – nicht die schematische Bearbeitung eines Formulars.
Einordnung in das Normenwerk
Das BMAK ist die Grundlage für Planung, Errichtung, Abnahme und Betrieb einer Brandmeldeanlage nach DIN 14675-1 und DIN VDE 0833-2. Für Sprachalarmanlagen tritt das Sprachalarmkonzept hinzu; maßgebend sind hier DIN 14675-1, DIN VDE 0833-4 sowie DIN EN 50849 und DIN EN 54-16. Beide Konzepte sind keine einmaligen Dokumente, sondern werden während des Betriebs und bei Änderungen fortgeschrieben. Zur Entstehung der einheitlichen Vorlage gibt der Beitrag Neues Muster: Brandmelde- & Alarmierungskonzept einen Überblick.
BMA- und SAA-Wissen kompakt: Die Webinare der UDS Beratung
Die erweiterte Vorlage macht deutlich, dass Konzeptarbeit keine Formsache ist, sondern die fachliche Grundlage jeder BMA- und SAA-Planung.
Genau hier setzen die eintägigen Live-Online-Webinare der UDS Beratung an. Die Schulung „BMA: Konzept, Planung & Projektierung nach DIN 14675“ (nächster Termin: 20.10.2026) überträgt das Grundlagenwissen in die Projektpraxis. Im Zentrum stehen das Brandmelde- und Alarmierungskonzept, die Schutzziele und der Weg zur objektspezifischen Planung. Dabei kommt die neue BMAK-Vorlage zum Einsatz: Schritt für Schritt entsteht daraus ein normgerechtes Konzept nach DIN 14675 und DIN VDE 0833-2 – von Melde- und Alarmierungsbereichen über die Schnittstellen zu anderen Sicherheitssystemen bis zur erforderlichen Dokumentation und Abnahme.
Die Schulung „SAA: Konzept, Planung & Projektierung nach DIN 14675“ (nächster Termin: 10.11.2026) legt den Schwerpunkt auf das Sprachalarmkonzept und damit auf den Teil der Vorlage, der am stärksten erweitert wurde. Vermittelt wird, welche Informationen bereits vor Beginn der eigentlichen SAA-Planung festzulegen sind, wie die Vorgaben aus Normen, Brandschutzkonzept und Genehmigungsplanung zusammengeführt werden und wie Verantwortlichkeiten sowie projektspezifische Anforderungen eindeutig dokumentiert werden. Ziel ist eine belastbare Grundlage für Planung, Prüfung, Abnahme und Betrieb der Anlage. Alle Teilnehmer erhalten das Schulungsskript als PDF sowie eine Teilnahmebescheinigung als Weiterbildungsnachweis.