Branchentrends im Blick

Sprachalarmanlagen und NGRS - AMOK

04.02.2026

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Aktuelles Normenwissen für moderne Alarmierungskonzepte

Sprachalarmanlagen (SAA) sind heute viel mehr als nur Einrichtungen zur Alarmierung im Brandfall. Sie sind ein zentraler Bestandteil ganzheitlicher Sicherheits- und Evakuierungskonzepte und spielen eine entscheidende Rolle bei der gezielten Information und Führung von Personen in Gefahrensituationen. Mit steigenden Anforderungen an den Personen- und Objektschutz, wachsender Gebäudekomplexität und neuen Nutzungskonzepten nehmen auch die Erwartungen an die Planung, Errichtung und den Betrieb von Alarmierungssystemen kontinuierlich zu. Dies wird besonders deutlich an der aktuell sehr hohen Nachfrage nach Lösungen im Bereich der Notfall- und Gefahren-Reaktions-Systeme (NGRS). Entsprechende AMOK-Konzepte sind in der Praxis bereits weit verbreitet, insbesondere in Schulen, Hochschulen, Verwaltungen, Versammlungsstätten und kritischen Infrastrukturen. Planer, Errichter und Betreiber stehen vor der Aufgabe, unterschiedliche Gefährdungsszenarien normgerecht, verständlich und technisch sauber abzubilden. Dafür ist fundiertes, aktuelles Normenwissen und ein sicheres Verständnis der Schnittstellen zwischen Sprachalarmanlagen, ENS und NGRS Voraussetzung.

Schulung „SAA – Neues“: Normen-Update und Praxiswissen auf aktuellem Stand

Die Schulung „SAA – Neues“ richtet sich an Fachkräfte, die bereits mit Sprachalarmanlagen arbeiten und ihr Wissen auffrischen oder aktualisieren möchten. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Entwicklungen im Normen- und Regelwerksumfeld, insbesondere die Weiterentwicklung der DIN VDE 0833-4 und deren praktische Auswirkungen auf die Planung, Projektierung und den Betrieb von Sprachalarmanlagen. Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf der Abgrenzung und dem Zusammenspiel von Sprachalarmanlagen und elektroakustischen Notfallwarnsystemen (ENS). 

Darüber hinaus wird die Einbindung von NGRS nach DIN VDE V 0827 als Bestandteil moderner Sicherheitskonzepte systematisch betrachtet. Dabei geht es nicht um theoretische Sonderfälle, sondern um konkrete Fragestellungen aus der Praxis: 

  • Wie lassen sich unterschiedliche Alarmierungsziele technisch und organisatorisch abbilden?
  • Welche normativen Anforderungen sind zu berücksichtigen?
  • Und wie können Durchsagen klar, verständlich und situationsgerecht umgesetzt werden?

 

Die Teilnehmer profitieren von einer praxisnahen Darstellung typischer Anwendungsfälle, von Hinweisen zur rechtssicheren Umsetzung und von Erfahrungswerten aus realen Projekten. Ziel der Schulung ist, die Handlungssicherheit zu erhöhen, Normenwissen zu aktualisieren und Planungs- oder Umsetzungsfehler zu vermeiden. Die Schulung richtet sich an Fachplaner, Errichter, verantwortliche Personen sowie alle, die im Bereich SAA tätig sind und aktuelle Entwicklungen – insbesondere rund um NGRS – sicher einordnen möchten. Die Teilnahmebescheinigung dient als Nachweis für die Auffrischungsschulungen nach DIN 14675.

https://stratus.campaign-image.eu/images/225143000002953004_zc_v1_1768911804186_saa_300x300_frei.png  SAA: Neues zur Sprachalarmierung 

 

Termine

  • 05.03.2026
  • 24.06.2026
  • 15.09.2026
  • 30.11.2026

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Der nächste Schritt: Verantwortliche Person für Sprachalarmanlagen

Für alle, die noch keine verantwortliche Person nach DIN 14675 für Sprachalarmanlagen sind, stellt sich zunehmend die Frage nach der formalen Qualifikation. Die verantwortliche Person SAA spielt eine zentrale Rolle: Sie trägt die fachliche Verantwortung für die Planung, Errichtung, Inbetriebnahme und den Betrieb der Anlage und ist somit maßgeblich für die normkonforme Umsetzung verantwortlich. Gerade bei komplexen Projekten mit erweiterten Alarmierungsanforderungen – etwa im Zusammenhang mit NGRS – erwarten Auftraggeber, Prüfer und Behörden eine klar benannte, qualifizierte verantwortliche Person. Für Fachfirmen ist diese Qualifikation zudem Voraussetzung für den Fachfirmenstatus nach DIN 14675, gleichzeitig steigt der persönliche Marktwert deutlich, da die Verantwortung eindeutig geregelt und fachlich abgesichert ist.

Schulung „Verantwortliche Person SAA nach DIN 14675“: Sicherheit in Verantwortung und Umsetzung

Die Schulung „Verantwortliche Person SAA nach DIN 14675“ bereitet gezielt auf die Übernahme dieser Rolle vor. Die Schulung vermittelt das erforderliche Wissen, um Sprachalarmanlagen normgerecht zu planen, umzusetzen und zu betreiben. Neben der technischen und normativen Seite wird großer Wert auf die praktische Umsetzung gelegt, einschließlich der sicheren Kommunikation mit Behörden, Prüfern und Auftraggebern. Der ARGE-Fragenkatalog beinhaltet alle Prüfungsfragen, die in der UDS-Schulung detailliert behandelt werden. Die Prüfungsabnahme übernimmt die akkreditierte Prüfungsstelle TÜV. 

Für die Teilnehmer bedeutet diese Qualifikation eine langfristige Investition in ihre fachliche und berufliche Entwicklung. Sie gewinnen Sicherheit im Umgang mit komplexen Anforderungen, stärken ihre Position im Unternehmen und erhöhen zugleich die Wettbewerbsfähigkeit ihres Betriebs im Bereich der Brandschutz- und Sicherheitstechnik.

https://stratus.campaign-image.eu/images/225143000002953004_zc_v1_1768911804186_saa_300x300_frei.png  SAA: Verantwortliche Person DIN 14675

 

Termine

  • 11.03.2026 - 12.03.2026
  • 20.05.2026 - 21.05.2026
  • 23.09.2026 - 24.09.2026
  • 11.11.2026 - 12.11.2026

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Fundierte Basis: Schulung „Grundlagen Akustik und Elektroakustik für Sprachalarmanlagen“

Eine normkonforme und praxistaugliche Sprachalarmierung beginnt nicht bei der Zentrale, sondern bei einem belastbaren Verständnis der akustischen und elektroakustischen Grundlagen. Genau hier setzt die Schulung „Grundlagen Akustik und Elektroakustik für Sprachalarmanlagen” an. Sie richtet sich an Einsteiger und Quereinsteiger sowie an Fachkräfte, die ihr Grundlagenwissen gezielt vertiefen oder auffrischen möchten.

Im Mittelpunkt stehen die physikalischen und akustischen Zusammenhänge, die für eine verständliche und wirksame Sprachalarmierung entscheidend sind. Behandelt werden unter anderem die Themen Schallausbreitung und Raumakustik, Nachhallzeiten, Beschallungsprinzipien, das Verhältnis von Nutz- zu Störschall sowie typische Fehlerquellen bei Planung und Messung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Sprachverständlichkeit und dem STIPA-Verfahren, das praxisnah erläutert und anhand typischer Anwendungsfälle eingeordnet wird.

Nach erfolgreichem Abschluss des Wissenstests erhalten die Teilnehmenden einen anerkannten Sachkundenachweis. Dieser belegt die in DIN VDE 0833-4, Abschnitt 4.4, geforderte Fachkompetenz im Bereich Akustik und Elektroakustik. Dieser Nachweis ist eine gute Grundlage für weiterführende Qualifikationen, insbesondere für die Planung von Sprachalarmanlagen und für die Tätigkeit als verantwortliche Person nach DIN 14675.

Gleichzeitig eignet sich die Schulung sehr gut, um vorhandenes Wissen zu strukturieren und auf den aktuellen Stand der Technik zu bringen.

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Termine

  • 09.03.2026

  • 18.05.2026

  • 09.09.2026

  • 09.11.2026

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Systematisch zur prüffähigen Lösung: Schulung „SAA – Konzept, Planung und Projektierung“

Aufbauend auf den akustischen Grundlagen ist die Schulung „SAA – Konzept, Planung und Projektierung“ der nächste entscheidende Schritt im Qualifizierungsweg. Sie richtet sich an Fachplaner, Errichter und Projektverantwortliche, die Sprachalarmanlagen systematisch, normkonform und prüffähig planen und umsetzen möchten – sowohl im Neubau als auch im Bestand. Konsequent wird dabei von den Schutzzielen über das Alarmierungs- und Beschallungskonzept bis hin zur vollständigen technischen und dokumentativen Umsetzung vorgegangen. Schwerpunkte sind Lautsprecher nach EN 54-24 und deren fachgerechte Platzierung, das vereinfachte und ausführliche Planungsverfahren, die vollständige Nachweisführung zur Sprachverständlichkeit einschließlich Hörprobe und Dokumentation sowie die Planung der Leitungsführung mit Funktionserhalt, Energieversorgung und Redundanz. Darüber hinaus werden die Schnittstellen zu Sprachalarmzentralen und Brandmeldeanlagen detailliert betrachtet. Typische Planungs- und Abstimmungsfragen aus der Praxis, etwa im Zusammenspiel mit Behörden, Prüfern und Betreibern, werden praxisnah erläutert. Vorlagen, Checklisten und strukturierte Planungshilfen unterstützen die direkte Umsetzung im Projektalltag und erhöhen die Planungssicherheit nachhaltig. Die Schulung eignet sich sowohl als Einstieg in die SAA-Planung als auch als gezielte Vorbereitung auf die Rolle der verantwortlichen Person nach DIN 14675. Gleichzeitig profitieren auch erfahrene Fachkräfte, die ihre Planungsansätze überprüfen, vereinheitlichen und normativ absichern möchten.

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